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Bayern barrierefrei

An alle gedacht, für alle gemacht

Signet „Bayern barrierefrei“ für Salon Haimerl „Der Friseur“

Gruppenbild: Übergabe des Signets „Bayern barrierefrei“.

Landau an der Isar, Oktober 2021

Barrierefreiheit gelingt immer dann, wenn sie von Anfang an mitgedacht und eingeplant wird, wenn stets die Bedürfnisse aller Menschen berücksichtigt werden. Wie gut sich dermaßen umgesetzte Barrierefreiheit anfühlt, können die Gäste des Salons Haimerl „Der Friseur“ in Landau an der Isar erleben.

Die Eheleute Theresia und Georg Haimerl wollten ihr Wohnhaus alter(n)sgerecht gestalten lassen und in diesem Zuge auch gleich ihren Friseursalon neu bauen. Die Planung und begleitende Bauleitung übernahm ihr Sohn, Thomas Haimerl. Er sitzt seit einem Unfall im Rollstuhl und kennt Barrierefreiheit (und Barrieren) aus seinem Alltag. Doch die Familie dachte weit über die Bedürfnisse von Kundschaft mit Rollstuhl oder Gehhilfe hinaus.

Ein Parkplatz mit zwei übergroßen Stellflächen: praktisch für alle, die einen Kinderwagen ausladen oder einen Rollstuhl mit Greifarm aus dem Kofferraum heben wollen. Schwellenlos vom Parkplatz über den Gehweg in den Salon: komfortabel. Eine extrabreite (Schiebe-)Tür: clever. Im Salon gibt es keinen besonderen „Behindertenstuhl“: Alle Bedienungsplätze sind großzügig bemessen und wer mit Rollstuhl kommt, muss sich nicht umsetzen, sondern kann sich im Rolli die Haare waschen und stylen lassen. Hier ist jede Kundin und jeder Kunde etwas Besonderes; niemand wird ausgegrenzt – und niemand wird ausgestellt. Wer zum Beispiel wegen einer Chemotherapie die Haare verliert und eine Perücke braucht, kann sich an einem abgetrennten Platz unter vier Augen beraten lassen. Und in der Toilette gibt es nicht nur mobile Haltegriffe, sondern auch eine Duschmöglichkeit.

Inklusion ist nicht nur eine Frage der (baulichen) Gestaltung, sondern vor allem der Haltung. Anpassungsfähigkeit gehört dazu, finden Theresia und Georg Haimerl. Sie bieten deshalb Termine auch außerhalb der Öffnungszeiten an, genauso wie Besuche zu Hause, in einer Pflegeeinrichtung oder im Krankenhaus.

Im Bild: Bayerns Sozialministerin Carolina Trautner (Mitte links) überreicht das Signet „Bayern barrierefrei“ an Theresia Haimerl. Über die Auszeichnung freuen sich auch Georg Haimerl (ganz rechts) und Thomas Haimerl. Als Erste gratulierten (von links) Landaus Erster Bürgermeister Matthias Kohlmayer, Staatsminister a. D. Erwin Huber, die Landtagsabgeordnete Dr. Petra Loibl und Landrat Werner Bumeder.

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