Coburg, November 2025
Im Naturkunde-Museum Coburg gibt es viel zu bestaunen: Mineralien, Fossilien, heimische Tiere und Pflanzen sowie viele weitere Exponate. Dank eines umfassenden Umbaus ist das Museum nun durch einen Außenaufzug und ein taktiles Wegeleitsystem auch für Menschen mit Geh- und Sehbehinderung zugänglich. Für dieses Engagement wurde das Naturkunde-Museum Coburg mit dem Signet „Bayern barrierefrei“ ausgezeichnet.
Das Museum hat seinen Ursprung in den Sammlungen der Coburger Herzöge, die im Jahr 1844 als „Herzogliches Kunst- und Naturaliencabinet“ erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden. Das Gebäude an seinem jetzigen Standort im Hofgarten wurde 1914 bereits als Museum errichtet und 1996 durch einen Neubau erweitert. Heute ist das Naturkunde-Museum mit mehr als 700.000 Sammlungsstücken und einer Ausstellungsfläche von über 2.400 Quadratmetern das größte seiner Art in Nordbayern. Die naturhistorischen Schätze der Coburger Herzöge waren jedoch nicht für alle Bürgerinnen und Bürger ohne Barrieren erreichbar. Durch verschiedene Baumaßnahmen, die 2025 abgeschlossen wurden, konnte das Museum deutlich barrierefreier gestaltet werden. Kernstück des Umbaus ist ein Außenaufzug, der einen barrierefreien Zugang zum Museumsaltbau ermöglicht. Dadurch können Menschen mit Rollstuhl oder Rollator künftig alle Geschosse der Naturkundeausstellung besichtigen. Auch der Neubautrakt des Museums verfügt über einen barrierefreien Zugang. In unmittelbarer Nähe dazu wurde zudem ein zusätzlicher behindertengerechter Parkplatz geschaffen, der allen Besucherinnen und Besuchern kurze Wege in die Welt der Naturgeschichte erlaubt. Dank eines neuen taktilen Wegeleitsystems, das in beiden Gebäudeteilen installiert wurde, können sich auch Menschen mit Sehbehinderung gut im Museum orientieren. Ein barrierefreies WC im Altbau rundet das Angebot ab.
Im Bild: (von links) Matthias Müller, Leiter der Coburger Landesstiftung und Vorstand der Schloss- und Gartenverwaltung Coburg, Dr. Carsten Ritzau, Leiter des Naturkunde-Museums Coburg, sowie Markus Schnapp, Dipl.-Ing. (FH), Architekt und Baurat Richard Hauck und Dominik Vetter vom Staatlichen Bauamt Bamberg