München, April 2026
Barrierefreiheit ist ein Herzensanliegen der Stiftung Pfennigparade, die zu Beginn der 1950er-Jahre als Bürgerbewegung zur Bekämpfung der Polioepidemie gegründet wurde. Mittlerweile engagiert sich die Stiftung mit 80 Diensten und Einrichtungen in und um München für Menschen mit Körperbehinderung oder anderen Beeinträchtigungen und begleitet sie in allen Lebensphasen und Lebensbereichen. Für dieses breite Spektrum barrierefreier Angebote hat Sozialministerin Ulrike Scharf die Stiftung Pfennigparade mit dem Signet „Bayern barrierefrei“ ausgezeichnet.
Die Zentrale an der Barlachstraße im Schwabinger Norden ist das Herzstück der Stiftung. Hier lernen, arbeiten und wohnen Menschen mit teils schwersten beziehungsweise hoch komplexen (Mehrfach-)Behinderungen. Die räumlichen Gegebenheiten und das Umfeld sind in vorbildlicher Weise an die speziellen Bedürfnisse dieser Menschen angepasst. Daneben betreibt die Pfennigparade unter anderem Schulen, heilpädagogische Tagesstätten und Kinderhäuser, behindertengerechte Wohnformen mit individueller Unterstützung, medizinische und therapeutische Ambulanzen, eine Werkstatt für Menschen mit Körperbehinderung, ein Inklusionsunternehmen und sogar ein inklusives Freizeitgelände. Mit ihren vielfältigen Angeboten in den Lebensbereichen Bildung, Arbeit, Wohnen, Gesundheit und Freizeit ermöglicht die Stiftung Begegnungen zwischen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit und ohne Behinderung.
Zum breiten Leistungsspektrum der Pfennigparade gehört auch die langjährige Kooperation mit der Landesfachstelle Barrierefreiheit im Bereich der digitalen Barrierefreiheit. Die Stiftung ist dadurch eine wichtige Partnerin der Staatsregierung im Programm „Bayern barrierefrei“.
Inklusion und gesellschaftliche Teilhabe sind die zentralen Ziele der Pfennigparade. Es ist ihr ein großes Anliegen, Menschen mit Behinderung dabei zu unterstützen, ein selbstbestimmtes Leben in weitgehender Selbstständigkeit und höchstmöglicher Qualität zu führen. Die Pfennigparade verfolgt hierbei die Vision einer offenen und solidarischen Gesellschaft und möchte zu einem besseren und gerechteren Miteinander beitragen.
Im Bild (von links): Matthias Messerer, Geschäftsführer der Pfennigparade ChancenWerk GmbH, Dr. Oliver Gosolits, Vorstand der Stiftung Pfennigparade, Stephanie Steiglechner, Vorsitzende im Werkstattrat und Sozialministerin Ulrike Scharf mit Werkstattmitarbeiterinnen und -mitarbeitern bei der Signetübergabe.