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Bayern barrierefrei

Eine Büttnerei zum Anfassen

Signet „Bayern barrierefrei“ für das Fränkische Freilandmuseum Fladungen

Gruppenbild: Übergabe des Signets „Bayern barrierefrei“.

Fladungen, März 2019

In Bayerns nördlichster Stadt Fladungen macht das Fränkische Freilandmuseum die vergangene ländliche Bau-, Arbeits- und Lebensweise aus ganz Unterfranken sowie der angrenzenden hessischen und thüringischen Rhön erlebbar. Auf einem zwölf Hektar großen Gelände geben über 20 wiedererrichtete landwirtschaftliche Anwesen und Gemeindebauten in ihrer regionalen und sozialen Vielfalt einen umfassenden Einblick in das Wohnen und Wirtschaften vom 17. Jahrhundert bis in die 1970er-Jahre.

Mit der „Büttnerei aus Sulzthal“ hat das Freilandmuseum ein erstes großes Inklusionsprojekt eröffnet und wurde dafür mit dem Signet „Bayern barrierefrei“ ausgezeichnet. In dem Gebäude mit seiner komplett erhaltenen Werkstatteinrichtung erfahren Besucherinnen und Besucher an 13 Stationen, wie früher Fässer hergestellt wurden. Die Anlage ist barrierefrei zugänglich. Taktile Leitlinien erleichtern innen wie außen die Orientierung. Erkundet werden kann die Büttnerei mittels Tastmodellen sowie Mediaguides in Gebärdensprache und Leichter Sprache. Sehbehinderte und blinde Menschen erhalten per Audiodeskription Informationen über das Gebäude und seine Objekte. Einen weiteren medialen Zugang bietet ein in den 1970er-Jahren am Originalstandort gedrehter Film über die Arbeit des Büttners mit Untertiteln und Erläuterungen in Deutscher Gebärdensprache.

Das Foto anlässlich der Signet-Verleihung zeigt v. l. n. r.: stellvertretender Museumsleiter Heinrich Hacker, Museumsleiterin Ariane Weidlich, Landrat und Zweckverbandsvorsitzender des Freilandmuseums Thomas Habermann, die Leiterin der Landesstelle für nichtstaatliche Museen in Bayern Dr. Astrid Pellengahr, die Behindertenbeauftragte für den Bezirk Unterfranken Karin Renner sowie Patricia Linsenmeier von der Öffentlichkeitsarbeit des Freilandmuseums.

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