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Bayern barrierefrei

Das Programm „Bayern barrierefrei“

Mit dem Programm „Bayern barrierefrei“ treibt Bayern den Abbau von Barrieren voran. Das ist eine große politische Herausforderung. Der Freistaat hat dafür allein von 2015 bis 2018 mehr als 490 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Das Ziel hat der damalige Ministerpräsident Horst Seehofer 2013 vorgegeben: Bayern soll bis 2023 im öffentlichen Raum und im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) barrierefrei werden. Im eigenen Verantwortungsbereich baut der Freistaat aktiv Barrieren ab. Gelingen kann ein barrierefreies Bayern aber nur gemeinsam mit starken Partnern.

Die Bayerische Staatskanzlei, davor ein Teil des Hofgartens.

Regierungserklärung 2013

Horst Seehofer am Rednerpult im Bayerischen Landtag.

„Für Menschen mit Behinderung haben wir uns ein sehr ehrgeiziges Ziel vorgenommen: Bayern wird in zehn Jahren komplett barrierefrei – im gesamten öffentlichen Raum, im gesamten ÖPNV. Dazu werden wir ein Sonderinvestitionsprogramm `Bayern barrierefrei 2023´ auflegen.“

Aus der Regierungserklärung vom 12.11.2013 des damaligen Ministerpräsidenten Horst Seehofer.

Video: Ministerpräsident Dr. Markus Söder 2018

Ministerpräsident Dr. Markus Söder steht hinter „Bayern barrierefrei“: In einem Video-Statement vom Sommer 2018 nennt er den Abbau von Barrieren eine Hilfestellung fürs Leben – und einen christlichen und ethischen Auftrag. Das Bayerische Kabinett beschließe zahlreiche Maßnahmen für ein barrierefreies Bayern. Wie kein anderes Bundesland bekenne sich Bayern zur Barrierefreiheit.

Sehen Sie hier das Video mit Untertiteln und Übersetzung in Gebärdensprache:

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Eine Version mit Audioeinführung finden Sie auf unserem YouTube-Kanal:

Zum Video: Ministerpräsident Dr. Markus Söder zu „Bayern barrierefrei“ mit Audiodeskription

Video: Sozialministerin Kerstin Schreyer 2018

Sozialministerin Kerstin Schreyer sieht Barrierefreiheit als gesamtgesellschaftliche Aufgabe. In ihrem Video-Statement vom Sommer 2018 beschreibt sie den Abbau von Barrieren als wichtige Voraussetzung für Inklusion. Barrierefreiheit betreffe alle Lebensbereiche, vom Städtebau bis zur Sprache, betont sie in ihrer Video-Botschaft. Besonderes Augenmerk richtet die Ministerin auf den Abbau von Barrieren in den Köpfen. Schreyers Ziel: „Anders denken und die Vielfalt der Menschen begreifen.“ Bayern sei auf einem guten Weg; Verbände, Vereine, Unternehmen und der Staat müssten freilich weiterhin Barrieren abbauen – in allen Bereichen.

Sehen Sie hier das Video mit Untertiteln und Übersetzung in Gebärdensprache:

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Zum Video: Sozialministerin Kerstin Schreyer zu „Bayern barrierefrei“ mit Audiodeskription

Staatssekretärsausschuss „Bayern barrierefrei“

„12 Ministerien, 1 Ziel: barrierefrei zum Miteinander!“ Unter diesem Motto setzt der 2017 eingerichtete Staatssekretärsausschuss „Bayern barrierefrei“ seine Arbeit nach den Landtagswahlen nahtlos fort. Auch in neuer Zusammensetzung lautet das Ziel: gemeinsam Barrieren in Bayern abbauen – in allen Lebensbereichen. Wer zum Ausschuss gehört und was das Gremium leistet, erfahren Sie hier: Staatssekretärsausschuss „Bayern barrierefrei“.

Gruppenfoto im Bayerischen Sozialministerium: Sozialstaatssekretärin Carolina Trautner mit Teilnehmenden des Staatssekretärsausschusses „Bayern barrierefrei“.

12 Ministerien, 1 Ziel: barrierefrei zum Miteinander!

Video: Sozialstaatssekretärin Carolina Trautner 2019

Barrierefreiheit betrifft alle Menschen: Im Video erklärt Sozialstaatssekretärin Carolina Trautner, warum sie gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen den Abbau von Barrieren in Bayern weiter vorantreibt.

Sehen Sie hier das Video mit Untertiteln und Übersetzung in Gebärdensprache:

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Das Video mit einer Audioeinführung finden Sie in unserem YouTube-Kanal:

Zum Video: Staatssekretärin Carolina Trautner über „Bayern barrierefrei“ mit Audiodeskription

Handlungsfelder: Hier baut Bayern Barrieren ab

Mobil zu sein, also sicher, rasch und ungehindert ans Ziel zu kommen, ist in unserem Alltag wichtig. Tag für Tag müssen wir pünktlich Kindertageseinrichtung oder Schule, Ausbildungs- oder Arbeitsplatz erreichen. Aber auch in allen anderen Lebensbereichen gilt: Mobilität ermöglicht Teilhabe! Wir wollen für alle Menschen in Bayern eine größtmögliche Teilhabe verwirklichen, für Menschen mit Behinderung genauso wie für ältere Bürgerinnen und Bürger sowie für Familien mit Kindern.

Mehr Linienbusse und Züge für alle

In den Jahren 2015 bis 2018 hat der Freistaat die Anschaffung von mehr als 2.000 barrierefreien und emissionsarmen Bussen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in Bayern unterstützt.

Aha!

„Emission“ bedeutet: Ausstoß. Hier ist der Ausstoß von Schadstoffen im Straßenverkehr gemeint. Emissionsarme Fahrzeuge stoßen weniger Kohlenmonoxid, Stickoxide und andere schädliche Stoffe aus.

Gefördert werden nur Vorhaben, die

  • Belange von Menschen mit Behinderung oder eingeschränkter Mobilität berücksichtigen.
  • den Anforderungen an Barrierefreiheit möglichst weitreichend entsprechen.

Signale in Linienbussen müssen dem Zwei-Sinne-Prinzip entsprechen. Das bedeutet z. B.: Hörbare (akustische) Signale müssen auch sichtbar angezeigt, sichtbare (visuelle) auch hörbar gemacht werden. Dieses Prinzip stellt sicher, dass auch Menschen mit Seh- oder Hörbehinderung alle wichtigen Infos erhalten. Es genügt also zum Beispiel nicht, dass der Busfahrer Informationen durchsagt. Die nächste Haltestelle muss angesagt und angezeigt werden.

Aha!

Zum öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gehören alle Fahrzeuge

  • im Stadt-, Vorort- und Regionalverkehr (meist im Umkreis von höchstens 50 Kilometern bzw. einer Stunde Fahrzeit), also z. B. Busse, Trams, U- und S-Bahnen sowie Nahverkehrszüge,
  • die nach einem regelmäßigen Fahrplan verkehren und
  • die jeder Mensch nutzen kann.

Der Schienenpersonennahverkehr (SPNV) ist ein Teil des ÖPNV. Er umfasst alle Nahverkehrszüge.

In Nahverkehrszügen werden zunehmend barrierefreie Niederflurfahrzeuge eingesetzt. Deren Türen sind auf die Standardhöhen von Bahnsteigen abgestimmt. So können Fahrgäste leichter einsteigen, die mit Rollstuhl oder Rollator unterwegs sind bzw. einen Kinderwagen, Rollkoffer oder Einkaufs-Trolley dabei haben. Außerdem bieten die barrierefreien Fahrzeuge Rollstuhlplätze, Vorrangsitze (für Menschen mit Behinderung oder eingeschränkter Mobilität), Rollstuhl-WC, Taster in rollstuhlgerechter Höhe sowie für sehbehinderte Menschen akustische Signale und Tastlippen (ein Wulst an der Türaußenseite, der dabei hilft, den Türöffner zu finden).

 

Mehr Bahnstationen ohne Barrieren

Für den barrierefreien Ausbau der Bahnhöfe und Haltepunkte der Deutschen Bahn ist der Bund zuständig. Der Freistaat unterstützt die Deutsche Bahn jedoch freiwillig bei der barrierefreien Gestaltung der Bahnhöfe in Bayern.

Im Rahmen des Bayerischen Aktionsprogramms Barrierefreie Stationsinfrastruktur 2021 (BABSI 21) werden 120 Bahnstationen barrierefrei neu- oder ausgebaut; 100 weitere sollen folgen. Start des Programms war 2017.

Herzstück von BABSI 21 sind die Bayern-Pakete I und II, mit denen der Freistaat einen freiwilligen finanziellen Beitrag leistet. Im Rahmen des Bayern-Pakets I (2013 bis 2018) flossen 60 Millionen Euro in den barrierefreien Um- und Ausbau; mit dem Bayern-Paket II (2019 bis 2021) kommen weitere 100 Millionen Euro hinzu.

Besonders wichtig sind barrierefreie Zugänge überall dort, wo viele ältere Leute bzw. Menschen mit Behinderung wohnen oder arbeiten. Deshalb haben Bund, Länder und Bahnunternehmen ein Sonderprogramm vereinbart, das den Abbau von Barrieren auch an kleineren Bahnhöfen mit entsprechendem Bedarf voranbringen soll. Der Freistaat Bayern steuert 14 Millionen Euro bei.

Aha!

Das Sonderprogramm „Herstellung der Barrierefreiheit kleiner Schienenverkehrsstationen“ ist Teil des Zukunftsinvestitionsprogramms (ZIP) des Bundes.

Elektrorollstuhl vor einer flachen Türschwelle mit deutlicher Markierung.

Zu den vorrangigen Handlungsfeldern im Programm „Bayern barrierefrei“ gehört der Abbau von Barrieren in Linienbussen und an Bahnhöfen.

Wenn Kinder mit und ohne Behinderung von Anfang an gemeinsam spielen, lernen, die Welt entdecken – dann wächst eine Generation heran, für die Vielfalt ganz selbstverständlich ist. Der Abbau von Barrieren ist also doppelt wichtig: für die Teilhabe der Kinder von heute und die Entwicklung der inklusiven Gesellschaft von morgen.

Mehr barrierefreie Kitas und Schulen

Für Barrierefreiheit in Kindertageseinrichtungen sind die Kommunen verantwortlich; für Barrierefreiheit in Schulen die jeweiligen Sachaufwandsträger. Der Freistaat Bayern fördert den Abbau von Barrieren im Rahmen des kommunalen Finanzausgleichs und bei privaten Schulen auf der Grundlage des Bayerischen Schulfinanzierungsgesetzes.

Auch kleinere Projekte sind förderfähig

Um auch kleinere Maßnahmen – z. B. den Einbau eines Treppenlifts – fördern zu können, hat die Bayerische Staatsregierung die Untergrenze für eine Förderung (die sogenannte Bagatellgrenze) von 100.000 auf 25.000 Euro gesenkt.

Zwei Kinder, eines mit geistiger Beeinträchtigung, spielen mit Bauklötzen.

Barrierefreiheit ist eine Grundlage für Inklusion in Kitas und Schulen. Lesen Sie hier unsere Reportage „Lena mittendrin“ aus der Landshuter Kita „Sonneninsel“.

Der Freistaat Bayern fördert nicht nur den Abbau von Barrieren, sondern übernimmt in seinem Verantwortungsbereich Vorbildfunktion. Im ersten Schritt baut der Freistaat Barrieren bei staatlichen Gebäuden ab, die öffentlich zugänglich sind.

Mehr Barrierefreiheit im Bestand

Vom Justizzentrum bis zum Verwaltungsgebäude mit Publikumsverkehr: Welche Gebäude sind schon für alle Menschen zugänglich, wo müssen Barrieren abgebaut werden? Im ersten Schritt wurde der Gebäudebestand in Bayern unter die Lupe genommen. In den Jahren 2015 bis 2018 wurden hierfür zusätzlich rund 70 Millionen Euro in den Haushalt eingestellt.

Barrierefreiheit wird mitgeplant

Werden staatliche Gebäude neu gebaut, umgebaut oder saniert, wird die barrierefreie Gestaltung grundsätzlich mitgeprüft. Grundlage sind entsprechende Gesetze und DIN-Normen – allen voran die DIN 18040 mit Planungsgrundlagen zum barrierefreien Bauen.

Seit 2017 stehen weitere Handlungsfelder im Blickpunkt. Grundlage ist ein Ministerratsbeschluss aus dem Jahr 2016: Information und Kommunikation, Sensibilisierung von staatlichen Beschäftigten für die Barrierefreiheit sowie Gesundheit.

Von Computer bis Smartphone, von Website bis App: Die Informations- und Kommunikationstechnologie wird in unserer Gesellschaft immer bedeutsamer. Diese Entwicklung wirkt sich in sämtlichen Arbeits- und Lebensbereichen aus. Auch in der staatlichen Verwaltung spielen IT-Verfahren eine zunehmend größere Rolle. Barrierefreie Angebote sind hier besonders wichtig, denn sie eröffnen neue Möglichkeiten der Teilhabe.

Lesetipps!

Beschäftigte im staatlichen Bereich sollen qualifizierte Fortbildungsangebote rund um die Barrierefreiheit erhalten. Das Ziel: das vorhandene Bewusstsein weiter zu schärfen und das Wissen zur Barrierefreiheit zu vertiefen.

Leitfaden „Fortbildungsveranstaltungen zu Barrierefreiheit“

Titelbild des Leitfadens „Fortbildungsveranstaltungen zu Barrierefreiheit“: Hände halten ein größeres zusammengesetztes Puzzleteil und zwei kleinere Puzzleteile in die Luft.
Gemeinsam mit der Julius-Maximilians-Universität Würzburg wurde ein Leitfaden für Fortbildungen zur Barrierefreiheit entwickelt.
Er gibt Fortbildungsverantwortlichen praktische Tipps und Hilfen an die Hand, informiert fundiert über die verschiedenen Aspekte der Barrierefreiheit und enthält insbesondere Empfehlungen für relevante und bewährte Fortbildungsinhalte sowie eine Checkliste zur barrierefreien Durchführung von Fortbildungsveranstaltungen.

Hier können Sie den Leitfaden als PDF herunterladen bzw. kostenlos bestellen:

Leitfaden „Fortbildungsveranstaltungen zu Barrierefreiheit“ herunterladen (PDF; 4,74 MB)

Leitfaden „Fortbildungsveranstaltungen zu Barrierefreiheit“ bestellen

Die Menschen in Bayern erreichen ein immer höheres Lebensalter – und es gibt immer mehr ältere Menschen. Auch wegen dieser demografischen Entwicklung wird Barrierefreiheit noch größere Bedeutung gewinnen.

Ein Beispiel: Träger von Einrichtungen für Menschen mit Pflegebedarf und Behinderung müssen u. U. bei Baumaßnahmen auch die Bestimmung zur Barrierefreiheit einhalten (vorausgesetzt sie unterliegen dem Pflege- und Wohnqualitätsgesetz). Die örtlichen Fachstellen für Pflege- und Behinderteneinrichtungen – Qualitätsentwicklung und Aufsicht (FQA) beraten, begleiten und kontrollieren Einrichtungen im Sinne des Gesetzes engmaschig.

Grundsätzliches Ziel der Staatsregierung ist auch die umfassende Barrierefreiheit aller bayerischen Krankenhäuser. Bereiche, die öffentlich zugänglich sind bzw. unmittelbar der Patientenversorgung dienen, sind in aller Regel schon barrierefrei angelegt. Nun sollen weitere Angebote verbessert werden, z. B. Informationshilfen für seh- und hörbehinderte Menschen sowie die Klinik-Websites.

Zudem strebt das Bayerische Gesundheitsministerium ein Siegel für barrierefreie Arztpraxen an. So soll ein Anreiz geschaffen werden, mehr Praxen barrierefrei zu gestalten.

Weitere Maßnahmen

Wohnen, Bau und Verkehr

  • Audit „Barrierefreies Bauen“
    Barrierefreiheit ist schon seit Jahren ein wichtiges Thema für die Staatsbauverwaltung. Sowohl im staatlichen Straßenbau als auch im Hochbau sichert das Audit „Barrierefreies Bauen“ bei allen Baumaßnahmen die Qualität.
  • Straßenbau
    Beim Neubau und Ausbau von Bundesfernstraßen und Staatsstraßen wird die Barrierefreiheit bisher schon berücksichtigt. Kommunale Straßenbauprojekte werden nur gefördert, wenn sie die Belange von Menschen mit Behinderung oder eingeschränkter Mobilität berücksichtigen.
  • Wohnraumförderung
    Das Bayerische Bauministerium fördert im Rahmen des Bayerischen Wohnungsbauprogramms den Neubau von Mietwohnungen mit zinsvergünstigten Darlehen und einem ergänzenden Zuschuss. Seit 2008 müssen diese geförderten Mietwohnungen barrierefrei nach DIN 18040-2 sein. Bei besonders förderungswürdigen Wohnungen (z. B. für Menschen im Rollstuhl) kann das auf diese Wohnungen entfallende Darlehen erhöht werden. Für den Abbau von Barrieren in bestehenden Wohnungen bieten das Bayerische Wohnungsbauprogramm sowie das Bayerische Modernisierungsprogramm Fördermöglichkeiten.
Lesetipp!

Über das Bestellportal der Bayerischen Staatsregierung können Sie eine kurz gefasste Planungshilfe für barrierefreien Wohnraum herunterladen oder kostenlos bestellen:
Faltblatt „Barrierefreies Wohnen – Mehr Wohnwert im Alltag“

  • Städtebauförderung
    Mit der Städtebauförderung unterstützt das Bayerische Bauministerium die barrierefreie Umgestaltung der Stadt- und Ortszentren und die barrierefreie Gestaltung des öffentlichen Raums, falls sie Teil städtebaulicher Erneuerungsmaßnahmen nach dem Besonderen Städtebaurecht sind.

Schulterschluss mit Bayerns Kommunen

Für den öffentlichen Raum sind auch die Kommunen verantwortlich. Hier ist der Abbau von Barrieren besonders wichtig. Um die Aufgabe gemeinsam zu schultern, arbeiten die Bayerische Staatsregierung und die kommunalen Spitzenverbände Hand in Hand.

Darüber hinaus wurde vom Bayerischen Bauministerium basierend auf einem Modellvorhaben mit 16 Städten und Gemeinden aus ganz Bayern der Leitfaden „Die barrierefreie Gemeinde“ erstellt. Er zeigt auf, wie in Zusammenarbeit mit Bürgern, Experten und Verbänden ein gemeindlicher Aktionsplan zum Abbau von Barrieren im öffentlichen Raum erstellt werden kann, der das gesamte Gemeindegebiet im Blickfeld hat. So wird sichergestellt, dass alle später nach und nach umgesetzten Einzelprojekte sinnvoll ineinandergreifen und durchgehende, barrierefreie Wegeverbindungen bilden. Die spezifischen Herangehensweisen der 16 Städte und Gemeinden im Modellvorhaben wurden zusätzlich in einem Werkbericht dokumentiert.

Über das Bestellportal der Bayerischen Staatsregierung können Sie den Leitfaden und den Werkbericht herunterladen oder kostenlos bestellen:

Leitfaden „Die barrierefreie Gemeinde“ für Städte und Gemeinden

Werkbericht „Die barrierefreie Gemeinde“

Barrierefrei teilhaben: geförderte Projekte

Von der Bayerischen Architektenkammer bis zur Stiftung „Leben pur“: Barrierefreiheit hat in Bayern auch viele nichtstaatliche Akteure. Die Bayerische Staatsregierung unterstützt und fördert mehrere wegweisende Projekte.

Beratungsstelle Barrierefreiheit

Anlaufstelle für alle: Eine neutrale Erstberatung zu allen Fragen der Barrierefreiheit in sämtlichen Lebensbereichen leistet das Team der Beratungsstelle Barrierefreiheit an 18 Standorten bayernweit. Betrieben wird die Beratungsstelle von der Bayerischen Architektenkammer.

Bei Fragen zur digitalen Barrierefreiheit und zur Leichten Sprache arbeitet die Beratungsstelle mit Fachleuten aus der Stiftung Pfennigparade zusammen.

Die Beratungsstelle Barrierefreiheit wird vom Bayerischen Sozialministerium gefördert. Die Erstberatung ist daher kostenfrei.

Hier finden Sie alle Infos zum Beratungsangebot, die Vor-Ort-Termine und die Kontaktadressen: zur Beratungsstelle Barrierefreiheit

„Toiletten für alle“

Für Menschen mit schweren und mehrfachen Behinderungen ist die Suche nach einer öffentlichen Toilette schwierig – denn sie können gängige (Behinderten-)WCs oft nicht benutzen. Die Folge: Sie müssen meist zu Hause bleiben.

Damit sie vermehrt am öffentlichen Leben teilnehmen können, setzt sich die Stiftung Leben pur bundesweit für „Toiletten für alle“ an allen öffentlichen Orten ein. Auch pflegebedürftige ältere Menschen profitieren von dem Angebot. Das Bayerische Sozialministerium unterstützt das Projekt „Toiletten für alle“.

Auf der Projekt-Website finden Sie u. a. Projektinfos, Erfahrungsberichte und eine Karte mit allen Toiletten-Standorten: zur Website „Toiletten für alle“

Aha!

Übrigens: „Toiletten für alle“ sind für alle Menschen geeignet. Aber: Nicht alle dürfen sie benutzen. Nur Menschen mit Behinderung erhalten den Euroschlüssel, der europaweit die Türen zu behindertengerechten Sanitäranlagen öffnet – auch zu den „Toiletten für alle“.

„Reisen für Alle“

Mit der deutschlandweit gültigen Kennzeichnung „Reisen für Alle“ erhalten Gäste detaillierte und von unabhängigen Sachverständigen geprüfte Informationen zur Barrierefreiheit von Angeboten. Die Kriterien für das Qualitätslabel wurden in Abstimmung mit Betroffenenverbänden entwickelt und sind bundesweit einheitlich. Unabhängige Sachverständige prüfen die Betriebe. „Reisen für Alle“ liefert einen genauen Bericht über die Gestaltung und die Ausstattung vor Ort.

Immer mehr Unternehmen, Ferienorte und -regionen stellen sich auf die Bedürfnisse von älteren Reisenden und Gästen mit Behinderung ein. Es geht nicht nur um Unterkünfte, sondern um alle Aspekte des Urlaubs: von der Ferienwohnung über die Touristeninformation bis hin zum Wanderweg und dem Museumsbesuch. Vom gestiegenen Komfort profitieren alle: Urlaubsgäste wie Einheimische. Deshalb lassen sich viele Tourismusbetriebe für „Reisen für Alle“ zertifizieren.

Gäste können sich vorab online über alle Gegebenheiten vor Ort informieren: im Web-Portal „Urlaub für Alle in Bayern“. Sowohl zusammengefasst als auch im Detail (Prüfberichte) und mit Fotos sind hier die barrierefreien Angebote und die Ausstattung beschrieben. Wichtig ist dabei nicht umfassende Barrierefreiheit. Vielmehr sollen sich Reisende schon bei der Planung vorab über die Verhältnisse vor Ort informieren und auf die Angaben der Betriebe verlassen können.

Für Reisende: Bayern barrierefrei erleben & genießen

Die vom Bayerischen Wirtschaftsministerium geförderte Bayern Tourismus Marketing GmbH (by.TM) berät und unterstützt Gastgeber und Tourismusanbieter bei der Zertifizierung für das Qualitätslabel „Reisen für Alle“ und dem Marketing.

Tourismus barrierefrei: Infos für Anbieter

Lesetipps!

Ländliche Entwicklung

Die Lebensqualität in den Dörfern zu steigern – das ist das Ziel der Dorferneuerung. Um dieses Ziel zu erreichen, werden gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern Maßnahmen geplant und durchgeführt. So werden Dorfplätze neu umgestaltet oder Gehwege neu angelegt, um die Sicherheit im Straßenverkehr zu verbessern. Auch Grünanlagen werden neu geschaffen. Bei all diesen Maßnahmen im öffentlichen Raum wird großer Wert auf die Barrierefreiheit gelegt. Dies gilt auch für den Bau oder Umbau von Dorfgemeinschaftshäusern als Treffpunkt für die Bürger und Vereine. In der Dorferneuerung werden zudem Umbaumaßnahmen an privaten Anwesen über die Ämter für Ländliche Entwicklung finanziell unterstützt.

Nach dem Motto „Bürger gestalten ihre Heimat“ dient das Programm LEADER zur Förderung der von Bürgerinnen und Bürgern getragenen, selbstbestimmten Entwicklung ländlicher Gebiete. Alle 68 bayerischen Lokalen Aktionsgruppen haben sich in ihren Entwicklungsstrategien u. a. mit dem Thema Demografische Entwicklung beschäftigt und dazu Handlungsempfehlungen, Ziele und konkrete Maßnahmen abgeleitet. Viele LEADER-Projekte fördern – zumindest als Nebenziel – die Barrierefreiheit (derzeit fast ein Drittel der bewilligten Projekte). Dies gilt insbesondere für Vorhaben in den Themenfeldern demografischer Wandel, nachhaltiger Tourismus oder Kultur und kulturelles Erbe (z. B. Museen oder museumsähnliche Einrichtungen).

Mitmachen! Infos, Service & Auszeichnung

„Bayern barrierefrei“ – die Info-Kampagne

Die Info-Kampagne „Bayern barrierefrei“ begleitet die Aktivitäten und schafft Aufmerksamkeit. Ziel ist, möglichst viele Menschen in Bayern für den Abbau von Barrieren zu gewinnen.

Wie „funktioniert“ Barrierefreiheit? Warum bringt Barrierefreiheit alle Menschen weiter? Unsere Website bietet anschauliche Infos, interessante Interviews und Reportagen sowie einen Serviceteil für Menschen mit Behinderung und alle, die Barrieren abbauen wollen.

Aha!

Unsere Website wurde nach dem BITV-Testverfahren auf Barrierefreiheit geprüft. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Die Website erhielt 96,25 von 100 möglichen Punkten. Damit gilt „Bayern barrierefrei“ als sehr gut zugänglich – und schaffte es auf die Liste 95plus der vorbildlich barrierefreien Websites.
Unsere Website im BITV-Test: zur Auswertung

Arbeitsblätter aus dem Medienpaket.

Mit Unterlagen für die Medienarbeit unterstützen wir alle, die in Bayern Barrieren abbauen und barrierefreie Angebote schaffen.

Medienpaket „Bayern barrierefrei“: Service für Akteure

Das Medienpaket „Bayern barrierefrei“ liefert Infos, Tipps und nützliche Materialien:

  • Infoblatt zum Signet „Bayern barrierefrei“
  • Textbausteine: Einladung und Pressetext
  • Zahlen, Daten und Grafiken zum Thema Barrierefreiheit
  • Fünf-Minuten-Fotokurs
  • Bilddatenbank „Bayern barrierefrei“

Weitere Infos & Download: zum Medienpaket

Zeichen setzen: das Signet „Bayern barrierefrei“

Die Idee der Barrierefreiheit verbreiten und unsere Umwelt barrierefrei gestalten – das ist eine Aufgabe, die wir nur gemeinsam bewältigen können: Staat, Kommunen, Wirtschaft, Verbände und Vereine, soziale und kulturelle Einrichtungen und alle Menschen in Bayern.

Auch mit dem Signet „Bayern barrierefrei – Wir sind dabei!“ wollen wir die Barrierefreiheit in Bayern voranbringen. Das Signet zeichnet nichtstaatliche Akteure aus, die einen konkreten, beachtlichen Beitrag zur Barrierefreiheit in Bayern leisten.

Das Signet ist ein Zeichen der Anerkennung – und ein Ansporn, noch mehr für Barrierefreiheit zu tun. Das Signet ist keine Zertifizierung. Der bürokratische Aufwand wäre zu groß – und: Barrierefreiheit braucht Taten, keine übertriebene Bürokratie!

Schließlich muss Barrierefreiheit nicht immer aufwendig und teuer sein. Es geht darum, auch mit einfachen Mitteln wirkungsvoll Barrieren abzubauen.

Bauen Sie selbst Barrieren ab? Oder kennen Sie ein vorbildliches Barrierefrei-Projekt?

Dann bewerben Sie sich um das Signet „Bayern barrierefrei“ oder schlagen Sie die Akteure vor. Hier finden Sie alle Infos und den Bewerbungsbogen:

Signet „Bayern barrierefrei“: Infos, Kontakt & Downloads

Gruppenbild: Übergabe des Signets „Bayern barrierefrei“.

Für die besonders gelungene Umsetzung der Barrierefreiheit zeichnete Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder den skywalk allgäu mit dem Signet „Bayern barrierefrei“ aus.

Das Bild zeigt: Ministerpräsident Dr. Markus Söder (Mitte), Scheideggs Ersten Bürgermeister Ulrich Pfanner (links) und Franz-Josef Schwarzkopf, den stellvertretenden Vorsitzenden der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Augsburg e. V., als Trägerin des skywalks in Scheidegg.

Zum Beitrag Signetübergabe an den skywalk allgäu
Zu allen Signetübergaben

Broschüre „Wir gehen voran!“: lesen & teilen

Titelbild: Broschüre „Wir gehen voran!“

Die Broschüre „Wir gehen voran!“ führt ins Thema Barrierefreiheit ein, informiert über das Programm „Bayern barrierefrei“ der Staatsregierung und präsentiert wegweisende Projekte verschiedener Akteure.


Außerdem stellt sie die Beratungsstelle Barrierefreiheit vor – erste Adresse für alle, die Barrieren abbauen wollen – und das Signet „Bayern barrierefrei“, das gute Vorbilder auszeichnet.

Unser Tipp: herunterladen, lesen und mit anderen teilen!

Broschüre „Wir gehen voran!“ herunterladen (PDF; 1,73 MB)