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Bayern barrierefrei

Tür und Herz stehen allen offen

Signet „Bayern barrierefrei“ für das Kloster Irsee

Gruppenbild: Übergabe des Signets „Bayern barrierefrei“.

Irsee, September 2019

„Die Tür steht offen …. mehr noch das Herz.“ Mit diesem Motto empfängt das Tagungs-, Bildungs- und Kulturzentrum des Bezirks Schwaben seine Gäste. Untergebracht ist das Zentrum in der alten Klosteranlage einer ehemaligen Abtei der Benediktiner in Irsee nahe der Stadt Kaufbeuren. In den vergangenen Jahren hat der Bezirk Schwaben viel unternommen, damit die denkmalgeschützten Gebäude tatsächlich für alle Menschen, ob mit oder ohne Behinderung, im besten Sinne offen stehen.

Stück für Stück wurde die Barrierefreiheit der Anlage verbessert. Bereits 2009 begannen die Planungen, möglichst viele Bereiche barrierefrei umzugestalten. Es wurden Behindertenparkplätze eingerichtet, vier Gästezimmer im Haupthaus wurden barrierefrei umgebaut und die Zugänglichkeit zahlreicher Tagungsräume wie des Parkplatzes stufenlos gestaltet. Zu seinem 30sten Bestehen als Tagungszentrum erhielt das Haus ein Blindentastmodell des Bildhauers Egbert Broerken, das die gesamte Anlage von Kloster Irsee auch sehbehinderten Menschen erschließt.

In den Jahren 2014/15 gelang es, auch den zweiten der insgesamt drei Baukörper von Kloster Irsee, das sog. „Ateliergebäude“, barrierefrei zu erschließen: Die stufenlose Wegeführung zum Gebäude, ein Aufzugsanbau vor dem Treppenhaus und die Einrichtung einer behindertengerechten WC-Anlage ermöglichen es den Gästen seitdem, den Atelierraum im Dachgeschoss wie auch die Werkräume im Souterrain barrierefrei zu nutzen.

Im September 2018 erfolgte schließlich der Spatenstich für ein neues Tagungsgebäude, dem sogenannten „Erweiterungsbau Küferei“. Bis zum Frühjahr 2020 soll der fünfstöckige Neubau mit einem großen Tagungsraum für bis zu 400 Personen und 19 Gästezimmer fertiggestellt sein. Besonders hohe Aufmerksamkeit wurde dabei dem Thema Barrierefreiheit gewidmet. Der Neubau wird weitere barrierefreie Gästezimmer umfassen. Teil des Neubaus wird eine zusätzliche, dann vierte Aufzugsanlage in Kloster Irsee sein. Mit ihr werden alle Gebäude der Anlage barrierefrei erschlossen. Angedacht ist in Sachen Barrierefreiheit schließlich noch eine Induktionsanlage im Haupttagungsraum.

Als Anerkennung und Auszeichnung für dieses besondere Engagement beim Abbau von Barrieren überreichte Sozialstaatssekretärin Carolina Trautner das Signet „Bayern barrierefrei“ an Martin Sailer, den Bezirkstagspräsidenten von Schwaben. Das Foto zeigt (v. l. n. r.): Bezirksrat Alfons Weber (Stellvertreter des Bezirkstagspräsidenten), Andreas Lieb (Erster Bürgermeister Markt Irsee), Schwabens Bezirkstagsvizepräsidentin Barbara Holzmann, Waltraud Joa (Beauftragte für Menschen mit Handicap des Landkreises Ostallgäu), Schwabens Bezirkstagspräsident Martin Sailer, Johann Fleschhut (weiterer Stellvertreter des Bezirkstagspräsidenten), Staatssekretärin Carolina Trautner, Bezirksrat Volkmar Thumser (Beauftragter des Bezirks Schwaben für Menschen mit Behinderung und für Inklusion) und Dr. Stefan Raueiser (Leiter Schwäbisches Bildungszentrum Irsee).

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